Müllerhäusl (=Linderhaus)
Im Jahr 1852 verkaufte Paul Innerbichler des „Linderhausgütl“ um den Preis von 750 Gulden dem Johann Fuchsbrugger aus St. Peter. Die besaß es bis zum Jahr 1870. Um den Preis von 1225 Gulden überließ er es dem Martin Brugger , Forstwart in St. Peter. Der Verkäufer behielt sich für seine Familie – er hatte 5 Kinder – u.a. „die unentgeltliche Benutzung der Küchenkammer, des Küchengadelen, dann für einige Ziegen, welche die Zahl 3 nicht übersteigen dürfen, die Einlage und Fütterung nebst Stallung, dann das Benützungsrecht der Stube und Küche“ für ein Jahr vor. Dieses Recht konnte er auf weitere 8 Jahre beanspruchen, dann gegen Bezahlung eines jährlichen Betrages von 3 Gulden.
Martin Brugger verstarb am 20. August 1884 im Alter von 54 Jahren. Mit seiner Gattin Maria Mölgg hatte er 4 Kinder, die zum Zeitpunkt des Ablebens des Vaters im Alter zwischen 11 und 17 Jahren standen. Sie wurden zu gleichen Teilen Besitzer des Müllerhäusls. Der rückgelassene Witwe wurde der Fruchtgenuß zugesprochen, bis der älteste Sohn David das Alter von 24 Jahren erreicht hat. Nachdem dies im Jahre 1897 eingetroffen war, übernahm David Brugger das Müllerhäusl zum alleinigen Eigentum.
Es bestand aus folgenden Realitäten:
Feuer und Futterbehausung
Krautgarten von 10 Klaftern
ein Stück Wiesengrund von 1/5 Joch
ein Ackerle von 1/5 Joch
ein Stück Wiesgrund von 1/5 Joch
ein Ackerle von 1/5 Joch
ein Wald von 2 Morgen
Auf den Besitzer sowie auf seine 3 Geschwister fiel noch zusätzlich ein Erbgeld von je 535 Gulden.
Im Jahr 1909 wechselte das Müllerhäusl erneut den Besitzer. Vermutlich weil David Brugger Forstwart in Windisch Matrei geworden war, verkaufte er es seinem Bruder Thomas Brugger, bisheriger Pojerbauer in St. Peter. Dieser scheint auch bei Anlegung des Grundbuches als Besitzer auf. Das Müllerhäusl wird wie folgt beschrieben.
aus: Höfe- und Häusergeschichte von St. Peter in Ahrn ab dem Jahr 1630 von Rudolf Fischer