Sebastian Vilser kommt zunächst als junger Pfarrvikar im Jahre 1564 nach Piesendorf, 1565 schließen die Niedersiller mit ihm einen Vertrag ab, womit zwei Kooperatoren für Niedersill angestellt wurden. Er soll sehr tüchtig gewesen sein, u.a. geht der heutige Pfarrhof auf seine Tätigkeit, bzw. auf sein Vermögen zurück. Er hat mit einer Konkubine drei später legitimierte Kinder (Hans, Anna und Peter, letzterer Schulmeister und gestorben vor 1620), daneben noch eines mit seiner Magd Katharina. 1576 kauft er für seine Tochter Anna vom Vormund der Kinder des Hans Fux die Mitter-Taverne in Piesendorf. Er stirbt am 28. Dezember 1600 und hinterläßt ein Vermögen von 13.000 ., zusätzlich zu den 12.000 ., die er seinen Kindern schon zu Lebzeiten zugewendet hat; wegen seines Lebenswandels hat er Probleme mit dem Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau der im März 1601 den Pfleger von Kaprun auffordert ein Inventar der Verlassenschaft zu verfassen. In seiner Gemeinde war er aber offensichtlich sehr beliebt.
lt. Dr. Martin Friedrich